Die Wanderausstellung „Widerstand ist alles – Tiroler Volksaufstand 1525–26“ ist in der Erlebnisburg Altfinstermünz angekommen und lädt noch bis Ende September 2026 dazu ein, sich mit einem der bedeutendsten Kapitel der Tiroler Geschichte auseinanderzusetzen. Im Mittelpunkt stehen die Ereignisse rund um den Tiroler Volksaufstand vor 500 Jahren, die Persönlichkeit Michael Gaismairs und die Frage, welche Bedeutung Widerstand, Gerechtigkeit und Zivilcourage bis heute haben.
Die Ausstellung entstand im Rahmen des Euregio-Museumsjahres und beleuchtet Ursachen, Akteure und Folgen des Tiroler Volksaufstandes von 1525/26 mit besonderem Fokus auf das Tiroler Oberland und den Obervinschgau. Michael Gaismair gilt als einer der bedeutendsten Vordenker seiner Zeit. Mit seiner Landesordnung entwarf er eine Gesellschaft, die auf Gleichheit, Mitbestimmung und sozialer Gerechtigkeit beruhen sollte – Gedanken, die auch heute nichts von ihrer Aktualität verloren haben.
Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Verbindung von Geschichte und Gegenwart. Die historischen Ereignisse werden zeitgenössischen künstlerischen Positionen gegenübergestellt. Künstlerinnen und Künstler aus Tirol und Südtirol setzen sich in Gemälden, Grafiken, Plastiken und Installationen mit den Themen Macht, Ungleichheit,gesellschaftlicher Verantwortung und Widerstand auseinander. Ihre Arbeiten greifensowohl die Geschehnisse des 16. Jahrhunderts als auch aktuelle gesellschaftlicheEntwicklungen auf und zeigen, dass der Einsatz gegen Unrecht zeitlos ist.
Die Ausstellung macht zudem deutlich, dass sich der damalige Aufstand längst nicht nur auf die Bauernschaft beschränkte. Auch Wirte, Kaufleute, Handwerker, Knappen undLandarbeiter solidarisierten sich gegen Ausbeutung, Willkür und Unterdrückung. Damit eröffnet die Schau einen differenzierten Blick auf die Ereignisse und regt dazu an, überdie Bedeutung von Zivilcourage und gesellschaftlichem Zusammenhalt nachzudenken.
Nach den erfolgreichen Stationen im Museum im Ballhaus in Imst und im Museum Vinschger Oberland bildet die historische Erlebnisburg Altfinstermünz einen besonders stimmungsvollen Rahmen für die Ausstellung. Das geschichtsträchtige Bauwerk an der ehemaligen Grenz- und Zollstation unterstreicht die historische Dimension der Präsentation und verbindet Vergangenheit und Gegenwart auf eindrucksvolle Weise.
Die Ausstellung ist noch bis Ende September 2026 während der Öffnungszeiten der Erlebnisburg Altfinstermünz zu besichtigen.
Quellenangaben
Text: KI-generiert
Quellen: Mein Bezirk, Gemeinde Pfunds, Stadtgemeinde Imst
Bilder: Mein Bezirk / Kerschbaumer





